Einzelunterricht, 3D- Lackierung schnell lernen
3D-Drucke aus PLA, PETG oder anderen Filamenten sind heute in vielen Bereichen im Einsatz: vom Hobby-Modellbau über Cosplay bis hin zu Prototypen in Unternehmen. Doch direkt aus dem Drucker wirken viele Modelle noch unfertig. Sichtbare Layerlinien, matte Oberflächen und kleine Druckfehler lassen sich jedoch mit der richtigen Lackiertechnik, Grundierung und Bemalung professionell veredeln.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du 3D-Druck PLA lackieren kannst, welche Grundierung für 3D-Druck am besten funktioniert und welche Methoden sich für Hobby-Maker sowie gewerbliche Anwender eignen.
Zusätzlich erfährst du, welche Techniken in professionellen Airbrush- und Lackierkursen für 3D-Druck vermittelt werden.






Warum sollte man 3D-Drucke lackieren?
Viele 3D-Drucke haben typische sichtbare Layerlinien. Diese entstehen durch den schichtweisen Aufbau beim Druck.
Eine professionelle Lackierung bietet mehrere Vorteile:
- deutlich glattere Oberfläche
- realistische Farben und Effekte
- Schutz vor UV-Strahlung und Abrieb
- hochwertige Präsentation für Prototypen oder Produkte
- perfekte Optik für Figuren, Cosplay oder Modellbau
Besonders mit Airbrush-Techniken lassen sich extrem feine Farbverläufe und realistische Effekte erzeugen.
3D-Druck PLA lackieren – Schritt-für-Schritt Anleitung
PLA gehört zu den am häufigsten verwendeten Filamenten. Es lässt sich relativ einfach lackieren, wenn man einige Grundlagen beachtet.
1. Oberfläche schleifen
Vor dem Lackieren muss der 3D-Druck vorbereitet werden.
Typische Schleifschritte:
- 120–180 Körnung → grobe Layer glätten
- 240–320 Körnung → Oberfläche angleichen
- 400–600 Körnung → Feinschliff
Bei hochwertigen Modellen kann sogar bis 800 oder 1000 Körnung geschliffen werden.
2. Reinigung des 3D-Drucks
Nach dem Schleifen sollte der Druck gründlich gereinigt werden.
Geeignete Mittel:
- Isopropanol
- Silikonentferner
- mildes Spülmittel
Staub oder Fett können sonst die Lackhaftung stark beeinträchtigen.
Welche Grundierung für 3D-Druck PLA?
Eine gute 3D-Druck PLA Grundierung ist der wichtigste Schritt für eine hochwertige Lackierung.
Filler-Primer
Sehr beliebt bei 3D-Druck Anwendungen.
Vorteile:
- füllt kleine Layerlinien
- sorgt für bessere Haftung
- lässt sich hervorragend schleifen
Diese Grundierung wird meist aus der Spraydose oder mit der Airbrush aufgetragen.
Kunststoffprimer
Gerade bei schwierigeren Materialien oder sehr glatten Oberflächen sorgt ein Kunststoffprimer für optimale Haftung.
Geeignet für:
- PLA
- PETG
- ABS
- Resin Drucke
Spritzspachtel
Wenn starke Layerlinien sichtbar sind, hilft ein Spritzspachtel.
Typische Einsatzbereiche:
- Cosplay-Props
- große 3D-Modelle
- Requisiten
- industrielle Prototypen
PLA lackieren ohne Grundierung
Manchmal wird gefragt, ob man PLA ohne Grundierung lackieren kann.
Grundsätzlich ist das möglich, jedoch mit Einschränkungen.
Ohne Grundierung:
Vorteile
- weniger Arbeit
- schneller Workflow
Nachteile
- schlechtere Haftung
- sichtbare Layerlinien
- geringere Haltbarkeit
Für hochwertige Ergebnisse ist daher eine Grundierung beim 3D-Druck fast immer empfehlenswert.
In einem Kurs bei uns erfährst Du welche Lacke und Lackmischungen für dieses Verfahren geeignet sind.
3D-Druck PETG lackieren
PETG ist etwas schwieriger zu lackieren als PLA, da das Material eine glattere Oberfläche besitzt.
Empfohlene Vorgehensweise:
- Oberfläche leicht anschleifen (240–400 Körnung)
- Kunststoffprimer auftragen
- anschließend Lack oder Airbrushfarbe
Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich auch PETG-Drucke perfekt lackieren.
3D-Druck bemalen mit Stiften
Für kleine Details oder Figuren kann man 3D-Drucke auch mit speziellen Stiften bemalen.
Beliebte Werkzeuge:
- Acrylmarker
- Lackstifte
- Modellbau-Paint-Marker
Diese eignen sich besonders für:
- Figuren
- Miniaturen
- Logos
- Schriftzüge
- kleine Details
Du wirst Dich jedoch wundern welche Effekt mit einer Airbrush erzielt werden können. Oft sogar deutlich schneller und vor allen Variantenreicher gelingt es mit der Airbrushpistole.
Nach dem Bemalen empfiehlt sich eine Versiegelung mit Klarlack.
Klarlack für 3D-Druck
Ein Klarlack schützt die Lackierung und verbessert die Optik.
Es gibt verschiedene Varianten:
Matt
Sehr beliebt für Figuren und realistische Modelle.
Seidenmatt
Die häufigste Wahl im Modellbau.
Hochglanz
Perfekt für Showmodelle, Deko oder Produktpräsentationen.
Zusätzlich schützt Klarlack die Oberfläche vor Abrieb, UV-Strahlung und Kratzern.
Ein guter Klarlack hebt die Qualität der Lackierung aber ein schlechter kann auch alles wieder zerstören. In einem Kurs zeigen wir Dir mit jeder beliebigen Lackart (Acryl, PP, 1 K oder 2 K Lacke) wie das Klarlackfinish gelingt.
Professionelle Airbrush- und Lackierkurse für 3D-Druck
Viele Maker stoßen beim Lackieren ihrer 3D-Drucke schnell an Grenzen. Gerade Themen wie perfekte Grundierung, Airbrush-Technik oder realistische Effekte erfordern Erfahrung.
In professionellen Airbrush- und Lackierkursen für 3D-Druck lernen Teilnehmer unter anderem:
- perfekte Oberflächenvorbereitung von PLA, PETG und Resin
- professionelle Grundierungstechniken
- Airbrush-Lackierung von 3D-Drucken
- realistische Alterungs- und Weathering-Effekte
- Lackieren von Cosplay-Props und Figuren
- Versiegelung mit Klarlack
Die Kurse richten sich sowohl an:
Hobby-Maker
- Modellbauer
- Tabletop-Fans
- Cosplayer
- 3D-Druck Enthusiasten
als auch an
Gewerbekunden
- Produktdesigner
- Prototypenbau
- Architekturmodelle
- Film- und Requisitenbau.
Fazit
Mit der richtigen Technik lassen sich 3D-Drucke aus PLA oder PETG professionell lackieren. Besonders wichtig sind eine saubere Oberflächenvorbereitung, die passende Grundierung und mehrere dünne Lackschichten.
Ob Airbrush oder Bemalen mit Stiften – jede Methode hat ihre Vorteile. Wer jedoch wirklich hochwertige Ergebnisse erzielen möchte, profitiert von professionellem Know-how und den richtigen Werkzeugen.
✅ Tipp:
Wenn du lernen möchtest, wie man 3D-Drucke professionell lackiert, grundiert und mit Airbrush veredelt, lohnt sich ein spezialisierter Airbrush- und Lackierkurs für 3D-Druck Anwendungen. Dort lernst du Techniken, die in Tutorials oft nicht gezeigt werden und erreichst deutlich bessere Ergebnisse.